Die Bachmann‑1815‑Fahne – die erste eidgenössische Bataillonsfahne

Die Bachmann‑1815‑Fahne – die erste eidgenössische Bataillonsfahne

Hintergrund – der lange Weg zum Schweizerkreuz

Die Schweizerfahne mit dem weissen Kreuz auf rotem Grund gilt heute als eines der markantesten National­zeichen Europas. Diese Symbolik war im ausgehenden Mittelalter noch verbreitet, geriet aber in den folgenden Jahrhunderten zunehmend in Vergessenheit.  Erst im 19. Jahrhundert fand das frei schwebende weisse Kreuz wieder Eingang in das Selbstverständnis der Eidgenossenschaft; den Anstoss dazu gab der Glarner General Niklaus Franz von Bachmann. Im Frühjahr 1800 übergab Bachmann seinem Regiment das weisse Kreuz auf rotem Grund als Feldzeichen, eine Neuerung, denn dieses Feldzeichen war seit dem 15. Jahrhundert nicht mehr gebräuchlich. Diese Episode markiert den Anfang der modernen Schweizerfahne.

 

General Niklaus Franz von Bachmann

Bachmann wurde 1740 in Näfels (Kanton Glarus) geboren und machte in französischen, piemontesischen und britisch‑österreichischen Diensten Karriere.  Im Zweiten Koalitionskrieg führte er die Schweizer Emigranten­regimenter und übergab seinen Truppen 1800 die wiederentdeckte Schweizerfahne. 1815 ernannte ihn die eidgenössische Tagsatzung zum Oberbefehlshaber der eidgenössischen Truppen.  Während der Hundert Tage Napoleons organisierte Bachmann die Grenzbesetzung, ordnete  am 1. Juli 1815 das Tragen einer roten Armbinde mit weissem Kreuz an und leitete damit die Uniformierung der eidgenössischen Armee ein.  Trotz seines Rücktritts im Juli 1815 blieb der Einfluss des Generals auf die Fahnenfrage spürbar, die «Bachmann‑Fahne» von 1815 trägt deutlich seine Handschrift.

 

Die Zeremonie von Yverdon 1815

Nach Napoleons Niederlage bei Waterloo kehrten im Sommer 1815 rund 2 200 Schweizer Söldner aus französischem Dienst zurück.  Sie wurden wegen ihrer roten Uniformen als «Rote Schweizer» bezeichnet und in vier Bataillonen organisiert.  Am 12. Oktober 1815 trafen sich diese vier Bataillone in Yverdon (Kanton Waadt) zu einer feierlichen Zeremonie.  Auf dem heutigen Place d’armes bildeten sie ein Karree; vor ihnen standen die Bataillons­kommandanten Rosselet, de Riaz, Bucher und Bleuler zu Pferd.  Der Brigade­kommandant Ab Yberg meldete die Truppe dem Divisionär Charles d’Affry, während Landammann Niklaus Heer aus Glarus als Vertreter der Tagsatzung anwesend war .  In seiner Ansprache lobte Heer die edle und treue Haltung der Rückkehrer und ehrte sie im Namen des Vaterlands.  Anschliessend überreichte er den Bataillonsführern silberne Ehrenmedaillen, und zum Abschluss erhielt jedes Bataillon eine gestiftete Schweizerfahne.

Designmerkmale der Bachmann‑1815‑Fahne

Die im Oktober 1815 vergebenen Fahnen waren die ersten eidgenössischen Bataillonsfahnen und gelten als Prototyp des modernen Schweizerbanners.  Ihre Gestaltung zeichnet sich durch mehrere Besonderheiten aus:

  • Freischwebendes weisses Kreuz:  Im Gegensatz zu früheren militärischen Bannern mit durchgehenden Kreuzen trug die Bachmann‑Fahne ein kürzeres, nicht bis zum Rand reichendes Kreuz .  Diese Gestaltung griff das kurz zuvor eingeführte Bundessiegel auf und sollte die kantonale Vielfalt überwinden. 
  • Laurelgeschmücktes Schwert und Leitspruch:  Über den vertikalen Balken des Kreuzes befindet sich ein Schwert, umwunden von Lorbeerblättern, ein klassisches Symbol von Tapferkeit und Sieg .  Auf dem horizontalen Balken prangte in goldenen Buchstaben der deutsche Wahlspruch «Für Vaterland und Ehre».
  • Dieser Leitspruch betont die patriotische und moralische Dimension des Dienstes.
  • Beschriftung der Rückseite:  Auf der anderen Seite der Fahne stand in eleganter Schrift «Schweizerische Eidgenossenschaft».  Damit erhob die Tagsatzung das Banner zum Symbol des gesamten Bundes und nicht eines einzelnen Kantons.
  • Quadratische Form:  Wie bei modernen Schweizerfahnen war die Bachmann‑Fahne quadratisch; sie bestand aus rotem Seidentaffet und wurde von einer rot‑weissen Schleife und einem weissen Kreuzband durchzogen.

Zwei der vier ursprünglichen Fahnen haben die Zeit überstanden; sie werden im Landesmuseum Zürich aufbewahrt, eine davon ist in der ständigen Ausstellung zu sehen.  Der freie, schwebende Schweizerkreuz‑Typus dieser Fahne beeinflusste spätere Entwürfe des Bundes und wurde 1841 von General Henri‑Guillaume Dufour als Bundesfahne weiterentwickelt .

 

Vom Bataillonsbanner zum Nationalemblem

Die 1815 in Yverdon verliehenen Fahnen waren nicht nur Ehrengeschenke, sondern auch ein politisches Statement: Sie verbanden verschiedene Kantone unter einem gemeinsamen Banner.  Das wiederentdeckte Kreuz auf rotem Grund, erstmals in dieser Form frei schwebend, wurde zum Kern eines neuen nationalen Symbols.  Einige Monate zuvor hatte die Tagsatzung das Bundes­siegel mit einem roten Schild und weissem Kreuz beschlossen; das Design der Bachmann‑Fahne nahm diese Symbolik auf.  Der Historiker T.F. Mills betont, dass diese Fahnen den ersten Prototyp der modernen Bundesfahne darstellten: Ein schmales weisses Kreuz auf rotem Feld, mit dem Schwert und der Inschrift «Für Vaterland und Ehre». Da die kantonalen Heere damals jeweils eigene Kriegsfahnen trugen, führte die Tagsatzung parallel eine einheitliche Armbinde mit kurzem weissem Kreuz ein. Diese 1815 eingeführte Armbinde und das Yverdon‑Banner gelten als direkte Vorläufer der heutigen Schweizerfahne.

 

Regionale Verankerung und Identität

Die Geschichte der Bachmann‑Fahne verbindet mehrere Schweizer Regionen.  Der Entwurf geht auf den Glarner General Bachmann zurück, die Fahnen wurden im waadtländischen Yverdon übergeben und zwei Exemplare lagern heute im Zürcher Landesmuseum.  Dieses geografische Zusammenspiel widerspiegelt den föderalistischen Charakter der Schweiz und unterstreicht die überregionale Bedeutung der Fahne.  Dass ausgerechnet ein Glarner den Anstoss für das nationale Symbol gab, betont der Artikel «Ein Glarner gab den Anstoss für die Schweizerfahne» eindrücklich. Für Besucher aus Aarau, Aargau oder anderen Kantonen bietet die Bachmann‑Fahne damit einen identitätsstiftenden Bezugspunkt – sie zeigt, wie gemeinsame Werte und Symbole kantonale Unterschiede überbrücken können.

 

Hochauflösende Reproduktion bei fahnenfan.ch

Bei fahnenfan.ch legen wir grossen Wert auf historische Authentizität und hervorragende Druckqualität.  Dank sorgfältiger Recherche und digitaler Rekonstruktion verfügen wir als einziger Anbieter über ein hochauflösendes Design der Bachmann‑1815‑Fahne – inklusive dem filigranen Lorbeerschwert und den originalen Inschriften.  Unsere Fahnen werden auf strapazierfähigem, wetterfestem Stoff gedruckt und sind sowohl für Innen‑ als auch für Aussenbereiche geeignet.


Produktmerkmale (Auswahl)

Merkmal

Beschreibung

Format

Quadratisch, wahlweise 50x50, 75x75, 100x100, 150x150cm

Material

Hochwertiges Polyester 110g/qm

Drucktechnik

Digitaldruck mit kräftigen Farben

Design Exklusivität

Einzige hochauflösende Rekonstruktion der Bachmann 1815 Fahne, entwickelt von fahnenfan.ch

Personalisierung

 

Wahl zwischen Hohlsaum, Ösen, Plastik-Clips oder ohne zusätzliche veredelung

 

Ob für patriotische Feiern, historische Darstellungen oder als dekoratives Sammlerstück, mit einer Bachmann‑Fahne von fahnenfan.ch setzen Sie ein Stück Schweizer Geschichte in Szene.

 

Fazit

Die Bachmann‑1815‑Fahne repräsentiert einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung der Schweizerischen Nationalsymbole.  Sie entstand aus der Initiative des Glarner Generals Niklaus Franz von Bachmann und wurde am 12. Oktober 1815 in Yverdon an vier Bataillone der «Roten Schweizer» verliehen.  Ihr frei schwebendes Kreuz, das Lorbeerschwert und der Wahlspruch «Für Vaterland und Ehre» machten sie zur ersten echten eidgenössischen Fahne .  Bis heute erinnern zwei erhaltene Originale im Landesmuseum an diese frühen Symbole des Bundes.  Mit unseren hochauflösenden Reproduktionen bringen wir dieses historische Erbe zurück in die Gegenwart und bieten Flaggenliebhabern aus der ganzen Schweiz die Möglichkeit, ein Stück Geschichte zu erleben.

 

Referenzen

Huber, E. (2009, 26. Juli). Ein Glarner gab den Anstoss für die Schweizerfahne. Glarus24.ch. https://www.glarus24.ch/artikel/ein-glarner-gab-den-anstoss-fuer-die-schweizerfahne-246667 

Laupper, H. (2001, 20. Dezember). Bachmann, Niklaus Franz von. In Historisches Lexikon der Schweiz. https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023298/2001-12-20/ 

Verein Schweizer Armeemuseum (VSAM). (2015). Bulletin Nr. 3/15: 200 Jahre Schweizerfahne (PDF). VSAM. https://www.armeemuseum.ch/wp-content/uploads/2016/05/Bulletin-VSAM-d-3-15.pdf 

Mills, T. F. (1997). Switzerland. Flags of the World. https://www.crwflags.com/fotw/flags/ch.html 

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